Über mich

Ich bin zertifizierte Wendo-Trainerin (Ausbildung bei Wendo Gießen) und Mitglied im  Bundesfachverband feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung e.V. 
Mein beruflicher Hintergrund als Sozialarbeiterin mit Schwerpunkt auf Frauen in Armut und obdachlosen Frauen prägt meine Perspektive auf gesellschaftliche Machtstrukturen und Ungleichheiten.

Als Teilnehmerin eines Wendokurses im Jahr 2015 habe ich zum ersten Mal meine eigene Kraft und Selbstwirksamkeit bewusst gespürt. Ich habe erkannt, wie sehr Frauen im Patriarchat darin trainiert werden, abzuwarten, sich zurückzunehmen und ihre Bedürfnisse zu hinterfragen – und wie befreiend es ist, diese Muster zu durchbrechen.

Durch Wendo habe ich gelernt, meine Grenzen zu erkennen, zu setzen und zu verteidigen und dabei mit auftauchenden Schuldgefühlen und Angst umzugehen. Ich habe erfahren, dass gesunde Beziehungen – sei es Freundschaft oder Partnerschaft – auf gegenseitigem Respekt basieren, und dass Grenzen nichts Negatives, sondern Ausdruck von Selbstachtung sind. Überall dort, wo Grenzen in Abrede gestellt oder bewusst überschritten werden, lohnt es sich, zu hinterfragen, mit wem man seine Zeit wirklich verbringen möchte.


Wendo hat mein Leben nicht nur auf persönlicher Ebene verändert, sondern auch meine Beziehungen vertieft: Freundschaften und Partnerschaften sind bewusster, echter und respektvoller geworden. Ich habe gelernt, dass Selbstermächtigung und Gemeinschaft kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken.

Heute begleite ich Frauen und Mädchen in meinen Kursen dabei, die eigene Stärke zu spüren, sich selbstwirksam zu erleben und Grenzen selbstbewusst zu setzen

Solange Gewalt gegen Frauen strukturell verharmlost, individualisiert oder verschwiegen wird, brauchen Frauen Räume, in denen sie:

  • sich stärken
  • ihre Erfahrungen teilen
  • Selbstvertrauen aufbauen
  • und Macht zurückgewinnen können



Der Begriff Frau wird hier bewusst verwendet, um Gewalt im Geschlechterverhältnis zu benennen. Gemeint sind alle Menschen, die sich als Frau verstehen oder als Frau gelesen werden. Gewalt wird unterschiedlich erlebt – zum Beispiel je nach Herkunft, Hautfarbe, Behinderung, sozialer Lage, sexueller Orientierung oder Aufenthaltsstatus. Diese Unterschiede nehme ich ernst. Die Verwendung von Frau macht deutlich, dass geschlechtsspezifische Gewalt strukturell bedingt ist und mit anderen Formen von Diskriminierung zusammenwirkt. 


Wendo Hamburg

Das Kollektiv 5 Finger bilden eine Faust bietet feministische WenDo-Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen, Frauen und geschlechtsdiverse Menschen an – mit offenen Kursen, Mädchen- und Mütter-Töchter-Formaten sowie explizit queeren Angeboten.